6.2

Inklusive Strukturen / Leitlinien etablieren

Leitindikatoren:

  1. Eine Einrichtung für alle entwickeln
  2. Umgang mit Vielfalt organisieren

Indikatoren zur Umsetzung und Evaluation  (z.B. Skala von 1-5)

1. Eine Einrichtung für alle entwickeln

  • Es gibt eine*n Ansprechpartner*in/Zuständige*n für Inklusion.
  • Die Einrichtung strebt Kooperationen mit anderen relevanten Akteur*innen (z.B. Behindertenhilfe) an.
  • Alle Anfragen von interessierten Personen werden zeitnah und in einer angemessenen Frist bearbeitet.
  • Allen Mitarbeiter*innen wird bei der Umsetzung und Einarbeitung in die Idee der Inklusion geholfen.
  • Behinderte Besucher*innen im Stadtteil werden ermutigt, die Einrichtung zu besuchen.
  • Räumliche Barrieren werden so gut wie möglich abgebaut; die Einrichtung wird so umgestaltet, dass sie allen Menschen zugänglich ist (v.a. für Rollstuhlfahrer*innen).
  • Mobilitätshilfen, um die Einrichtung zu erreichen, werden erschlossen, aufgebaut und sind einsetzbar.
  • Der Zugang zu Angeboten und Veranstaltungen ist sicher gestellt, wenn diese außerhalb der Einrichtung stattfinden (z.B. Ausflüge, Freizeiten, Kinderspielstadt).
  • Alle Betreuer*innen (Haupt- und Ehrenamtliche) werden bei der Planung, Umsetzung und Reflexion der Angebote miteinbezogen und können Verbesserungsvorschläge einbringen.
  • Die Angebote werden inhaltlich so umgestaltet, dass sie von allen genutzt werden können (Änderung Spielregeln, Vermeidung Leistungsanspruch, Partizipation).
  • Relevante Informationen werden behindertengerecht gestaltet (z.B. Beseitigung sprachlicher Barrieren, einfache Sprache).
  • Die Homepage ist barrierefrei (v.a. was Sprache betrifft).
  • Aus den Informationen geht hervor, dass jede*r in der Einrichtung willkommen ist und die Aktivitäten selbstverständlich für alle Interessierten zur Verfügung stehen.
  • Für alle ist es möglich, sich in der Einrichtung zu Recht zu finden.
  • Allen neuen Besucher*innen wird bei der Eingewöhnung geholfen.
  • Neuen Mitarbeiter*innen wird geholfen, sich in der Einrichtung einzugewöhnen.
  • Es wird eine entsprechende Öffentlichkeits- und Elternarbeit implementiert (ggf. „Freizeitwegweiser“, Werbung für inklusive Angebote).
  • Besucher*innen und Ehrenamtliche akzeptieren die Hausregeln, vor allem was Diskriminierung betrifft.
  • Seitens der Einrichtung werden Gelegenheiten für Kontaktsituationen zwischen den Besucher*innen geschaffen.

2. Umgang mit Vielfalt organisieren

  • Unterstützung und Begleitung von behinderten Besucher*innen wird organisiert und koordiniert.
  • Die Einrichtung tauscht sich über die Erfahrungen mit dem Inklusionsprozess mit Kooperationspartner*innen kontinuierlich aus.
  • Kooperationspartner*innen begegnen sich mit Respekt und Wertschätzung. Vertrauen und Zuversicht sind wichtige Werte in der Zusammenarbeit.
  • Es ist ein gemeinsames Ziel aller Kooperationspartner*innen Chancengerechtigkeit auf allen Ebenen zu ermöglichen.
  • Es werden alle Kooperationsbeziehungen genutzt, um inklusive Aktivitäten zu ermöglichen.
  • Ehrenamtliche werden zur Unterstützung behinderter Besucher*innen gewonnen (Unterstützerkreise, Patenmodelle).
  • Angebote wurden so umgestaltet bzw. neu entwickelt, dass alle daran teilnehmen können (z.B. ohne Wettbewerb, Arbeiten an einem gemeinsamen Projekt).
  • In der Einrichtung bestehen Rückzugsmöglichkeiten für alle Besucher*innen.
  • Fortbildungsveranstaltungen sollen den Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen helfen, auf die Vielfalt der Besucher*innen einzugehen.
  • Besucher*innen/Ehrenamtliche wissen, an wen sie sich bei einem Problem wenden können oder zusätzliche Informationen einholen können.
  • Regeln und Leitlinien zur Umsetzung von Inklusion wurden eingerichtet.
  • Behinderte Besucher*innen werden nicht als „Störenfriede“ betrachtet.
  • Das Schikanieren von behinderten Besucher*innen wird aktiv unterbunden.
  • Abläufe und Vorgehensweise bei der Etablierung von inklusiven Aktivitäten werden systematisch dokumentiert.
  • Es wird der Versuch unternommen, auf eine Gruppeneinteilung nach Leistungsstand und Beeinträchtigung zu verzichten.
  • Mobbing und Gewalt werden vermieden.
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Indikatoren zur Selbstbewertung und Evaluation inklusiver Vorhaben in der Kinder- und Jugendarbeit
6.1 Inklusive Kulturen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit schaffen 6.2 Inklusive Strukturen / Leitlinien etablieren 6.3 Inklusive Praxis entwickeln
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