Visitenkarten gestalten

Bei dieser Outdoor-Methode bekleben die Teilnehmenden eine Postkarte. So soll eine Art Visitenkarte für die einzelnen Teilnehmenden entstehen. Die Methode eignet sich daher besonders gut für Gruppen, die sich noch nicht kennen.

Ablauf

Leere Postkarten (oder Bastelkarton in Postkartengröße) werden flächendeckend mit doppelseitigem Klebeband beklebt. Das kann entweder von den Teilnehmenden selbst gemacht werden oder die Anleitenden bereiten diesen Schritt vor. Die Teilnehmenden sammeln nun verschiedene Naturmaterialien und kleben sie auf ihre Karten. Dafür können zum Beispiel Blüten, Gräser, Moos, kleine Stöckchen oder Zweige verwendet werden. Am besten wirken die Farben und Muster, wenn die Materialien möglichst zerkleinert und wie Mosaiksteinchen zusammengesetzt werden. Die Karten sollen komplett beklebt werden, also so, dass der Untergrund am Ende nicht mehr sichtbar ist.

Die Aufgabe ist, dass die Teilnehmenden ein Muster gestalten, das etwas mit ihnen persönlich zu tun hat. Dadurch entsteht eine Art Visitenkarte. So können mit den Naturmaterialien zum Beispiel Initialen oder Symbole gestaltet und Lieblingsfarben aufgegriffen werden.

Wenn die Teilnehmenden ihre Postkarte fertig beklebt haben, kommen alle zu einer Vorstellungsrunde im Kreis zusammen. Jede Person sagt dann ihren Namen und erklärt, was sie mit der Gestaltung ihrer Karte über sich selbst erzählen möchte.

Ein Angebot aus dem Heft „Inklusive Methoden für draußen von und für Outdoorfans“ (2021) Kreisjugendring Rems-Murr e.V. Backnang, S. 62.

  • Dieses Angebot bezieht sich auf die Inklusion von Menschen mit folgenden Behinderungsformen

    • Körperliche Behinderung
    • Lernbehinderung / -schwierigkeiten
    • Psychische (seelische) Behinderung
    • Sinnesbehinderung
      • Hörbehinderung
      • Sehbehinderung
    • Sprachbehinderung

    Weitere Informationen

    Das Bekleben der Karte ist feinmotorisch und visuell anspruchsvoll. Teilnehmende mit motorischen Einschränkungen oder Sehbehinderungen müssen daher bedarfsgerecht beim Sammeln und Bekleben unterstützt werden.

    Die Methode kann vereinfacht werden, indem die Naturmaterialien in Schalen zur Verfügung gestellt werden und nicht von den Teilnehmenden selbst gesammelt werden müssen. So kann die Methode auch drinnen umgesetzt werden.

  • Anwendende

    Die Methode eignet sich für Kinder- und Jugendgruppen aller Art.
  • Gruppengröße

    Die Methode ist auch schon für sehr kleine Gruppen ab 2 Personen geeignet.
  • Durchführungsort

    Wenn die Naturmaterialien von den Teilnehmenden selbst gesammelt werden, müssen die Bedarfe der Teilnehmenden bei der Wahl des Geländes berücksichtigt werden.
  • Material

    • Postkarten oder Karton (DIN A6), je nach Bedarf auch kleiner oder größer
    • Doppelseitiges Klebeband
    • Schere
    • Möglichst vielfältige Materialien aus der Natur (alle möglichen Pflanzenteile, aber auch Sand
    oder kleine Steine sind möglich)
    • Klebstoff
    • Gegebenenfalls Schalen, um die Materialien einfacher zur Verfügung zu stellen

Personalbedarf

Anzahl: 1 Person

Weitere Informationen

Der Personalbedarf richtet sich nach der Gruppengröße sowie den Bedarfen der Teilnehmenden.

Zeitaufwand

Vorbereitung: 1 Stunde(n)

Durchführung: 1 Stunde(n)

Nachbereitung: 1 Stunde(n)

Vorbereitung: Besorgung der Karten und der Naturmaterialien (falls sie von den Teilnehmenden nicht selbst gesammelt werden), Bekleben der Karten mit doppelseitigem Klebeband

Durchführung: Sammeln des Materials, Bekleben der Karten, Vorstellungsrunde (dafür sollten jeweils circa 15 bis 20 Minuten eingeplant werden)

Nachbereitung: Verstauen der übriggebliebenen Natur- und Bastelmaterialien, Säubern des Platzes, an dem gebastelt wurde

Kostenaufwand

Kosten
20 Euro

Weitere Informationen

Es können Kosten für die Karten, das Klebeband und den Klebstoff entstehen.

Ansprechperson / -organisation

Weitere Informationen

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