Ich packe meinen Glückskoffer

Durch den Glückskoffer werden persönliche Handlungsmaxime schnell griffbereit, die es ermöglichen, im Alltag besser mit schwierigen Situationen, unschönen Ereignissen, schlechten Launen, schlechtem Wetter oder Ähnlichem umzugehen.

Der Glückskoffer wird von den Teilnehmenden gepackt. Es werden Gegenstände hineingelegt, die die Teilnehmenden glücklich machen. Die Gegenstände können und sollen im Idealfall vielfältig sein, denn je mehr verschiedenartige Gegenstände eingepackt werden, desto größer ist die Auswahl bei der Anwendung. Der Koffer kann jederzeit weitergepackt werden.

Bei Bedarf können die Teilnehmenden den Koffer öffnen und aus einem Portfolio an Dingen wählen, die sie glücklich machen und die ihnen womöglich nicht direkt in den Sinn gekommen wären.

Ein Beispiel: Ein Kind hatte einen anstrengenden Schultag und kommt genervt nach Hause. Es öffnet den Koffer und wählt die Sportschuhe aus, die es vor einiger Zeit hineingepackt hat. Durch die Idee schnürt es seine Schuhe und geht zum Fußballtraining. Danach geht es ihm besser: Das Kind kann einen positiven Tagesabschluss finden und für den Folgetag neue Energie tanken.

Auf dieselbe Weise kann auch jeder andere Gegenstand eine Unternehmung ins Bewusstsein rufen.

Abfolge

  • Brainstorming mit den Fragen: Was macht mich glücklich? Womit geht es mir gut?
  • Verschriftlichen der Ideen
  • Kreatives Ausgestalten des Koffers: Der Koffer kann auf unterschiedliche Art und Weise gepackt werden, zum Beispiel
    • schriftlich auf einem Blatt Papier.
    • gedanklich im Kopf.
    • mit Gegenständen, also einem Koffer, den man tatsächlich packt.
    • malend auf einem Plakat.
      Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
  • Koffer ausprobieren/anwenden
  • Dieses Angebot bezieht sich auf die Inklusion von Menschen mit folgenden Behinderungsformen

    • Körperliche Behinderung
    • Lernbehinderung / -schwierigkeiten
    • Psychische (seelische) Behinderung
    • Sinnesbehinderung
      • Hörbehinderung
      • Sehbehinderung
    • Sprachbehinderung

    Weitere Informationen

    Vorhandene Ressourcen können und sollen genutzt werden. Hierbei sollten jedoch die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmenden berücksichtigt werden. Jede Form des Kofferpackens birgt Vor- und Nachteile.

    Je nachdem, wo die Übung stattfindet, kann der Ort als Hilfestellung genutzt werden.
    Ein Beispiel: Wenn der Koffer in einer Turnhalle gepackt wird, kann die Methode mit der Frage „Welche sportliche Aktivität macht mich glücklich?“ angepasst werden.

    Der Koffer kann von einer Person gepackt werden. In einem engen Verhältnis stehend kann er auch in einer Gruppe gepackt bzw. später ergänzt werden.

    Bitte beachten: Je nach Behinderungsform kann eine persönliche oder technische Assistenz/Pflege erforderlich sein.

  • Anwendende

    Es gibt keine spezielle Zielgruppe. Jede*r Teilnehmende kann einen eigenen Koffer packen.
  • Gruppengröße

    Die Übung kann bereits ab 1 Person durchgeführt werden. Je mehr Teilnehmende beteiligt sind, desto vielfältiger kann der eigene Koffer (durch gegenseitige Unterstützung) am Ende gepackt sein.
  • Material

    Je nachdem, für welche Variante man sich entscheidet, benötigt man verschiedene Dinge zur Umsetzung. Angenommen man packt einen richtigen Koffer mit Gegenständen, die man gerne macht oder die einen glücklich machen. Dann benötigen die Teilnehmenden einen Koffer sowie die jeweiligen Gegenstände, die eingepackt werden sollen.

Personalbedarf

Anzahl: 1 Person

Zeitaufwand

Vorbereitung: 1 Stunde(n)

Durchführung: 1 Stunde(n)

Nachbereitung: 1 Stunde(n)

Für die Durchführung der Methode sollten etwa ein bis zwei Stunden eingerechnet werden.

Kostenaufwand

Kosten
20 Euro

Weitere Informationen

Für die Durchführung der Methode sollten etwa ein bis zwei Stunden eingerechnet werden.

Ansprechperson / -organisation

Weitere Informationen

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