Fackelwanderung

Zusammen die Natur bei Nacht erleben. Auf Geräusche von Tieren achten. Den Weg nicht aus den Augen verlieren:

Ein Nachterlebnis nur mit Fackellicht setzt Gefühle frei, die spannend und aufregend sind. Dadurch spielen bei diesem Angebot körperliche, geistige oder psychische Einschränkungen nur eine untergeordnete Rolle. Das gemeinsame Erleben steht im Vordergrund.

Ablauf

Treffpunkt ist an einem gut ausgebauten Weg. Alle Teilnehmenden oder deren Begleitperson erhalten eine Fackel. Dann startet der Fackelzug auf der festgelegten Strecke. Eine Begleitperson läuft am Ende der Gruppe, um sicherzustellen, dass niemand zurückbleibt. Eine Begleitperson am Anfang des Zuges stellt sicher, dass die Gruppe auf dem richtigen Weg bleibt.

Unterwegs können Geschichten erzählt oder Lieder gesungen werden. Ansonsten braucht es kein spezielles Programm.

Die Wanderung an sich bietet ausreichend Aufgaben, zum Beispiel die Wahrnehmung von Geräuschen, Acht geben auf die Fackel und ein Lauftempo finden, das für alle Teilnehmenden in Ordnung ist. Auch das Beobachten und Benennen der Emotionen ist ein wichtiger Bestandteil: Kribbelt es im Bauch? Gibt es Ängste? Oder hat man sogar weniger Angst als gedacht?

Nach der Wanderung werden die Fackeln gemeinsam in einem Wassereimer gelöscht.

Eine Nachbesprechung ist sinnvoll, um die Emotionen und Eindrücke der Teilnehmenden einzufangen.

Ein Angebot aus dem Heft „Inklusive Methoden für draußen von und für Outdoorfans“ (2021) Kreisjugendring Rems-Murr e.V. Backnang, S. 70.

  • Dieses Angebot bezieht sich auf die Inklusion von Menschen mit folgenden Behinderungsformen

    • Körperliche Behinderung
    • Lernbehinderung / -schwierigkeiten
    • Psychische (seelische) Behinderung
    • Sinnesbehinderung
      • Hörbehinderung
      • Sehbehinderung
    • Sprachbehinderung

    Weitere Informationen

    Die Wegstrecke muss vorher abgelaufen und auf Barrierefreiheit geprüft werden:

    Ist sie für Personen mit Gehbehinderungen und Menschen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, geeignet?
    Im Idealfall werden befestigte Wege ohne Stolperfallen (zum Beispiel Wurzeln) gewählt.

    Es sollte außerdem unbedingt darauf geachtet werden, dass die Kleidung der Teilnehmenden zur Temperatur und Beschaffenheit der Strecke passt.

  • Anwendende

    Das Angebot eignet sich für Kinder- und Jugendgruppen aller Art.
  • Gruppengröße

    Ab 2 Personen: Das Angebot eignet sich gleichermaßen für kleine und große Gruppen.
  • Durchführungsort

    Die gewählte Strecke sollte zu den Bedarfen der Teilnehmenden passen. Das betrifft vor allem die Länge und Beschaffenheit der Route.
  • Material

    • Fackeln
    • Feuerlöschdecke
    • Feuerlöscher (gibt es auch in kleinen handlichen Formaten)
    • Feuerzeug
    • Eimer zum schnellen und sicheren Löschen der Fackeln
    • Falls kein Bach in der Nähe ist: Wasserflaschen, um den Eimer zum Löschen der Fackeln zu befüllen
    • Müllsack für heruntergebrannte Fackeln

Personalbedarf

Anzahl: 2 Personen

Weitere Informationen

Der Personalbedarf ist grundsätzlich von der Gruppengröße und dem Assistenzbedarf der einzelnen Teilnehmenden abhängig.

Es werden mindestens zwei Betreuende benötigt:
Eine Person, die am Anfang der Gruppe läuft, und eine Person, die am Ende der Gruppe läuft.

Zeitaufwand

Vorbereitung: 2 Stunde(n)

Durchführung: 2 Stunde(n)

Nachbereitung: 2 Stunde(n)

Vorbereitung: Sichtung einer geeigneten Strecke, Besorgung des Materials

Durchführung: Die Dauer der Durchführung hängt von der Länge der Strecke ab.

Nachbereitung: Fachgerechte Entsorgung der abgebrannten Fackeln, Nachbesprechung

Kostenaufwand

Kosten
50 Euro

Weitere Informationen

Je nach Gruppengröße fallen Kosten für eine entsprechende Anzahl an Fackeln an.

Gegebenenfalls muss Material zum Löschen (Löschdecke, Feuerlöscher) gekauft werden, falls es nicht aus dem eigenen Bestand abgedeckt werden kann.

Ansprechperson / -organisation

Weitere Informationen

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