Gemeinsame Servicestelle für Rehabilitation

Die Aufgabe von Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation und den Integrations-fachdiensten ist eine flächendeckende, trägerübergreifende sowie ortsnahe Unterstützung für alle Menschen mit Behinderungen sowie deren Arbeitgebern. Zentrales Anliegen dieser Dienste ist es, die im SGB IX dargestellte Selbstbestimmung und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe dieser Personengruppe zu ermöglichen.

Die Servicestellen für Rehabilitation werden in den verschiedenen Regionen durch die gesetzliche Rentenversicherung in Abstimmung mit den anderen Rehabilitationsträgern (Krankenkassen etc.) koordiniert. Dabei kümmern sie sich in erster Linie um die Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe behinderter bzw. von Behinderung bedrohter Menschen.

Aus diesem Grunde wurde entsprechend der gesetzlichen Vorgaben bis Ende 2002 in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Gemeinsame Servicestellen eingerichtet, die jedem Rat- und Hilfesuchenden in allen Fragen der Rehabilitation und Teilhabe als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Des weiteren klären diese Servicestellen sonstige Anliegen der Rehabilitation, nehmen Anträge auf und ermitteln den zuständigen Träger. Zudem wird bei Bedarf auch der weitere Kontakt zu den zuständigen Rehabilitationsträgern hergestellt und sämtliche notwendige Anträge und Formulare zu diesem weitergeleitet.

Während sich die Servicestellen um die Rehabilitation behinderter bzw. von Behinderung bedrohter Menschen kümmern, beraten und unterstützen die Integrationsfachdienste Arbeitgeber, die behinderte und schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder beschäftigen wollen, wie auch Menschen mit Behinderungen, im Arbeitsleben oder bei der Suche nach einem passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Ein besonderer Focus der Arbeit der Integrationsfachdienste liegt dabei auf der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung und von Beschäftigten der Werkstätten für Behinderte Menschen auf ihrem Weg zu einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Integrationsfachdienste in Baden – Württemberg  arbeiten hierfür mit dem Integrations-amt, der Agentur für Arbeit, den kommunalen Trägern und den Rehabilitationsträgern auf der gesetzlichen Grundlage des SGB IX zusammen. Der Vorteil dabei ist, dass sie so den Überblick über alle Unterstützungsmöglichkeiten haben, die schwerbehinderten Menschen im Arbeitsleben und ihren Arbeitgebern zur Verfügung stehen.

Angesiedelt sind diese Fachdienste bei den freien Trägern und arbeiten im Auftrag des Integrationsamts. Sämtliche Leistungen die erbracht werden sind für Menschen mit Behinderungen und für deren Arbeitgeber bzw. Arbeitgeber die behinderte und schwerbehinderte Menschen beschäftigen möchten kostenlos.

Eine Finanzierung der dargestellten Arbeit der Integrationsfachdienste erfolgt aus der Ausgleichsabgabe, die durch Arbeitgeber entrichtet werden muss, die keine oder weniger Menschen mit Behinderung beschäftigen, als dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Quellen: 
Deutsche Rentenversicherung (o. Jg.): Gemeinsame Servicestellen. Online im Internet: http://www.reha-servicestellen.de. Zugriff: 2013-10-14.
Deutsche Rentenversicherung (o. Jg.): Gemeinsame Servicestellen. Online im Internet: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/02_Rehabilitation/06_reha_beratungsdienst_servicestellen/reha_servicestellen_node.html. Zugriff: 2013-10-14.
Integrationsfachdienste Baden Württemberg (o. Jg.). Online im Internet: http://www.ifd-bw.de/wir-ueber-uns.html. Zugriff: 2013-10-14.