6.3 Inklusive Praxis entwickeln

Leitindikatoren:

  1. Aktivitäten und Angebote gestalten
  2. Unterstützung sichern und Ressourcen mobilisieren

Indikatoren zur Umsetzung und Evaluation  (z.B. Skala von 1-5)

1. Aktivitäten und Angebote gestalten

  • Bei der Planung und Umsetzung von Aktivitäten werden die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche aller BesucherInnen analysiert (z.B. mittels Befragungen) und einbezogen.
  • BesucherInnen können sich stets in die Planung, Gestaltung und Umsetzung aktiv einbringen; es werden geeignete Mitbestimmungsmöglichkeiten geschaffen.
  • Die Aktivitäten sind so gestrickt, dass sie Berührungsängste abbauen helfen, Ausgrenzung und Vorurteilsbildung vermeiden und das Verständnis für Unterschiede entwickeln helfen (häufige, gemeinsame Aktivitäten, neue Erfahrungen, angenehme Atmosphäre).
  • Gruppen sind so gestaltet, dass sie keine Gruppentrennung ermöglichen und Gemeinsamkeiten verdeutlichen (kleine Gruppen, ggf. Begleitung).
  • Die Aktivitäten regen zur gegenseitigen Kooperation an (gemeinsame Projekte) und sind so gestaltet, dass gemeinsam auf ein Ziel hingearbeitet werden kann.
  • Bei einer Aktivität zählen der Herstellungsprozess oder der Versuch mehr als das Endprodukt der Aktivität.
  • Die Aktivitäten ermutigen alle BesucherInnen zur Teilnahme.
  • Die MitarbeiterInnen planen die Aktivitäten, werten sie aus und beteiligen sich daran in einem angemessenen Rahmen.
  • Die Zuteilung von stereotypen Rollen bei verschiedenen Aktivitäten wird vermieden.
  • Die Aktivitäten unterstützen selbstbestimmtes Lernen von BesucherInnen.
  • Die Einrichtung ist so ausgestattet, dass kontaktfördernde und kommunikative Aktivitäten gefördert und alle BesucherInnen zur Interaktion und Kommunikation angeregt werden.
  • Die Einrichtung sichert Partizipation nachhaltig.

 

2. Unterstützung sichern und Ressourcen mobilisieren

  • Die Unterstützung behinderter BesucherInnen ist zu jeder Zeit gesichert.
  • Eine personenzentrierte Unterstützung ist für alle BesucherInnen möglich, der jeweils "benötigte Unterstützungsbedarf " ist Leitlinie für Unterstützung und Begleitung.
  • Es wurde ergänzend eine von anderen Institutionen unabhängige Unterstützungsstruktur aufgebaut (z.B: gemeinsame Zukunftskonferenz, UnterstützerInnenkreise, AssistentInnenpool).
  • BesucherInnen werden stets gefragt, welche Unterstützung sie benötigen.
  • Die BesucherInnen werden dazu angeregt, das Geben und Annehmen von Hilfe als normaler Teil von Aktivitäten zu verstehen ist.
  • Die MitarbeiterInnen arbeiten zusammen, um die Teilhabe aller BesucherInnen zu unterstützen.
  • Das Team entwickelt Methoden und Hilfsmittel, um inklusive Angebote und Partizipation zu fördern.
  • Ehrenamtliche MitarbeiterInnen werden zur Begleitung/Unterstützung behinderter/beeinträchtigter BesucherInnen einbezogen und eingebunden.
  • Ressourcen in der Kommune, Stadt oder im Stadtteil bzw. in der Umgebung der Einrichtung werden erschlossen und genutzt.
  • Die Zusammenarbeit mit bestehenden KooperationspartnerInnen wird optimiert (z.B. mit Behindertenhilfe).
  • Neue KooperationspartnerInnen werden zur nachhaltigen Sicherung inklusiver Aktivitäten gewonnen.
  • Vernetzung und gemeinsame Projekte/Aktivitäten im Stadtteil werden angestoßen (z.B. mit Vereinen, Bildungsinstitutionen usw.).
  • Die Unterschiede werden anerkannt und als Ressource und Bereicherung genutzt.
  • Das Fachwissen der MitarbeiterInnen wird in vollem Maße gebündelt und genutzt.