Glossar

Supported Employment stellt ein Konzept dar, dass im Sinne des Empowerments darauf zielt, Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Es umfasst verschiedene, im Einzelfall notwendige Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung, damit diese in regulären Betrieben mit nichtbehinderten Menschen bezahlte Arbeit finden und diese dauerhaft ausüben können. Die Unterstützungsleistungen für die Inklusion in den Arbeitsmarkt werden in verschiedenen internationalen und nationalen Gesetzen wie beispielsweise in der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung  und im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) definiert.  

Supported Living meint das Recht für Menschen mit Behinderung auf ein eigenes zu Hause und eine selbstbestimmte Lebensgestaltung. Dabei erhalten die Menschen finanzielle Beihilfe sowie eine umfassende bedarfs- und wunschgerechte Unterstützung. Ferner werden als BürgerInnen akzeptiert, die Ressourcen sowie das Potenzial des Gemeinwesens und soziale Netzwerke gleichberechtigt nutzen können. Als wohnbezogene offene Hilfen kann Supported Living als ein Teil des „Community Care“ beschrieben werden.

Tagesförderstätten bieten Menschen mit mehrfachen oder schweren Behinderungen individuelle, tagesstrukturierende Förderangebote, die an ihren Interessen und Fähigkeiten anknüpfen und dazu beitragen ihre persönlichen, sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln sowie ihre Teilhabe am Arbeitsleben zu unterstützen.

Bei den Unterstützerkreise (Circles of Support) handelt es sich um Netzwerke für Menschen mit Behinderung (Fokusperson) bei denen die Selbstbestimmung kon-zeptionell als ein wesentlicher Leitgedanke gilt. Der erste definierte Ansatz aus dem Jahre 1988 beinhaltet eine Gruppe von Personen welche sich in regelmäßigen Zeitabständen trifft, um einem Menschen mit Behinderung bei der Erreichung seiner selbst gesetzten Ziele zu unterstützen. Diese Vorgehensweise bereitete sich in den 1980er Jahren vorwiegend im anglo-amerikanischen und kanadischen Raum sowie in Großbritannien aus. Im deutschsprachigen Raum wird häufig die Bezeichnung „Unterstützerkreis“ verwandt bei dem sich ausgewählte Personen treffen, um über Themen einer Fokusperson wie beispielsweise Perspektivenentwicklung, Zukunftsvisionen, Vernetzung etc. zu sprechen. Das vorrangige Ziel bei diesem Unterstützerkreis ist auch in diesem Falle, ausgehend von den Wünschen eines Menschen mit Unterstützungsbedarf ein Bild einer wünschenswerten Zukunft zu entwerfen und Wege zu ihrer Realisierung zu finden. 

Unter Unterstützter Kommunikation (UK) werden alle pädagogischen und therapeutischen Hilfen bezeichnet, die Personen ohne oder mit erheblich eingeschränkter Lautsprache zur Verständigung angeboten werden. Dabei wird in Alternative Kommunikationsformen und Ergänzende Kommunikation unterschieden. Während die Alternativen Kommunikationsformen Menschen mit Behinderungen angeboten werden, die aufgrund einer fehlenden oder stark eingeschränkten Sprechfähigkeit ein anderes Kommunikationssystem benötigen, versteht man die Ergänzende Kommunikation als ein Verfahren, die unterstützende bzw. begleitend zur Lautsprache eingesetzt werden. Eine Anwendung dieser Vorgehensweise erfolgt zum einen bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung  als auch bei Personen mit schwer verständlicher Sprache. Das Ziel ist jedoch bei all diesen zusätzlichen Möglichkeiten eine effektivere Kommunikation zu ermöglichen und die betroffenen Menschen somit zu einer aktiven und selbstbestimmten Teilnahme an der Gesellschaft befähigen.

Werkstätten für behinderte Menschen sind nach § 136 SGB IX Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Sie bietet Menschen, die aufgrund der Art oder Schwere ihrer Behinderung (noch) nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz oder eine Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit.

In Schulen und Klassen bei denen eine Integratinon von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen erfolgt, kann der Unterricht entweder zielgleich oder zieldifferent erfolgen. Beim Zieldifferenten Unterricht sollen die entsprechenden Lernziele innerhalb einer Klasse für jede Schülerin bzw. Schüler aufgrund einem sonderpädagogischen Förderbedarf individuell festgelegt werden während bei einem zielgleichen Unterricht alle das gleiche Lernziel erreichen sollen und Menschen mit Behinderungen bei Prüfungen etc. einen Nachteilausgleich erhalten.

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