Glossar

Independent Living Movement“ kann in das Deutsche übersetzt werden als „Soziale Bewegung für ein unabhängiges Leben von Menschen mit Behinderungen“. Ziel dieser Bewegung ist es, ein selbstbestimmtes und weitgehend autonomes Leben von Behinderten innerhalb der Gesellschaft ermöglichen.

Der Index für Inklusion beinhaltet erstens eine Sammlung von Materialien, Fragen etc. zu der Qualität hinsichtlich sämtlicher Gesichtspunkte einer Bildungseinrichtung, bei der die Möglichkeit besteht, dass ausnahmslos alle Menschen die Einrichtung besuchen können und somit eine alltägliche Inklusion von Menschen mit Behinderung erfolgt. Zweitens gibt er zahlreiche Anregungen zur Entwicklung und Veränderung von sämtlichen innerbetrieblichen Vorgängen etc. Mit dem Index sollen die Einrichtungen lernen, die Unterschiedlichkeiten von allen Menschen als Bereicherung für die Einrichtung zu verstehen und zu nutzen. Insgesamt zielt der Index daher auf die Erkennung und Förderung der Unterschiedlichkeiten von allen Menschen innerhalb einer Einrichtung. 

Der Begriff der „Inklusion“ beschreibt eine soziale Forderung, welche durch die vollständige gesellschaftliche Teilhabe und Akzeptanz von Menschen und deren Individualität verwirklicht wird. Die Unterschiede und Verschiedenartigkeit von Menschen werden bei der „Inklusion“ zwar wahrgenommen, jedoch sind diese gewollt und erwünscht, da sie eine Heterogenität der Gesamtgesellschaft darstellen. Einschränkungen oder Ausgrenzungen an der öffentlichen Teilhabe z.B. für Menschen mit Behinderung erfolgen in einer inklusiven Gesellschaft nicht.

Integrationsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Betriebe, die im Wettbewerb mit anderen Firmen stehen und in den meisten Fällen zwischen 25 und 50 Prozent Menschen mit Behinderung beschäftigen. Diese werden dabei speziell gefördert und weitergebildet. Das Ziel dieser Betriebe ist es, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung in anderen Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes eine Stelle finden. Dadurch haben Integrationsbetriebe eine Brückenfunktion zwischen Arbeitsplätzen der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und denen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Damit eine wirtschaftliche Chancengleichheit besteht erhalten Integrationsbetriebe von den Integrationsämtern einen finanziellen Ausgleich (Förderpauschalen, Nachteilsausgabe etc.) für jede schwerbehinderte Person, die dort arbeitet.