Glossar

Diese Art der Wohnform wird auch häufig mit den Begriffen „Community Care“ oder „Gemeinweseneinbindung“ gleichgesetzt. Dabei wird auf eine höchstmögliche Teilhabe und Teilhabequalität von Menschen mit Behinderung abgezielt. Das Konzept des Gemeindeintegrierten Wohnen entstand aus der Erkenntnis, dass es eben nicht genügt, nur in die Schaffung neuer Wohnformen zu investieren, sondern dass zugleich auch soziale Netzwerke und Kontakte im Gemeinwesen aufgebaut werden müssen. Daher kann diese Möglichkeit des Wohnens als ein sozialraum-orientiertes Steuerungsmodell für Verwaltungen auf lokaler Ebene verstanden werden, welches einen Rahmen darstellt, in dem soziale Dienstleistungen flexibel auf die Bedürfnisse von Individuen angepasst und angeboten werden. Solche Dienstleistungen sollen jedoch keineswegs nur durch spezielle professionelle Dienstleister (Träger der Behindertenhilfe etc.) sondern vor allem auch durch Nutzung allgemeiner Sozial- oder Bildungssysteme erfolgen.

Die Aufgabe von Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation und den Integrations-fachdiensten ist eine flächendeckende, trägerübergreifende sowie ortsnahe Unterstützung für alle Menschen mit Behinderungen sowie deren Arbeitgebern. Zentrales Anliegen dieser Dienste ist es, die im SGB IX dargestellte Selbstbestimmung und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe dieser Personengruppe zu ermöglichen.