Glossar

Es handelt sich dabei um Reformprozesse der Behindertenhilfe, die darauf zielen, „zentrale überregionale Einrichtungen [und spezialisierte Angebote] für Menschen mit Behinderung in Richtung gemeinwesenintegrierter und regional organisierter Dienste zu verändern“ (Bradl/Küppers-Stumpe 2009, S. 57).

Der Begriff „Disability Mainstream“ ist ein relativ junger Begriff und innerhalb der deutschen Diskussion kaum gebräuchlich. Aus diesem Grund gibt es auch bis heute keine Übersetzung von „Disability Mainstream“ins Deutsche. Jedoch kann der Begriff mit der Zielvorgabe und dem Vorgehen erläutert werden, bei dem die Belange von Menschen mit Behinderung von einer marginalisierten gesellschaftlichen Sichtweise in eine allgemeine gesellschaftliche Angelegenheit überführt werden. Dies kann erreicht werden, indem eine Sichtweise der „Behinderung“ in sämtliche gesellschaftliche Bereiche (Politik, Wissenschaft etc.) verankert wird.

Diversity Managment ist zum einen als Instrument der Unternehmensführung als auch in verschiedenen Bildungszusammenhängen bekannt. In beiden Bereichen ist „Diversity Managment“ mit dem Versuch verknüpft, grundlegende Fähigkeiten zu fördern, die einen angemessenen Umgang in und mit gesellschaftlicher Vielfalt ermöglichen. Aufgabe des Diversity Managment ist es daher, die Heterogenität der Menschen zu bewahren, wertzuschätzen und als Beitrag zum gemeinsamen Erfolg zu nutzen. Ein wichtiger Gedanke ist dabei die Integration von Minderheiten und das Herstellen von Chancengleichheit. Seine Umsetzung findet das Diversity Managment beispielsweise im Antidiskriminierungsgesetz (AGG), welches in § 1 AGG als Ziel die Beiseitigung von Benachteiligung aus Gründen der Rasse, ethnischen Herkunft Behinderung etc. definiert.